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Wasserdurchlässig pflastern, Hochwasser vorbeugen - das Ökopflaster

Inhaltsverzeichnis

Sie werden sich wahrscheinlich fragen, wie auf Betonierung, Asphaltieren und Pflastern verzichtet werden kann. Schließlich möchten Sie vielleicht eine Garagenauffahrt und Wege zu Ihrem Haus anlegen und Pflastern. Eine günstige und sehr einfach Möglichkeit ist es, auf ökologisches Pflaster zurückzugreifen. Dieses spezielle Pflaster hat die Eigenschaft, durch Abstandhalter, Oberflächenwasser in den Boden versickern zu lassen. Daneben haben Sie dadurch eine Ersparnis bei den Versicherungsgebühren. Denn es gibt Gemeinden und Kommunen, die die Abwasserkosten nach der versiegelten Fläche berechnen. Das heißt, je mehr versiegelte Fläche sich auf Ihrem Grundstück befindet, desto höher fallen die Gebühren für das Abwasser aus. Damit soll auf der einen Seite eine Entlastung des Abwassernetzes erzielt werden, auf der anderen Seite dem Absinken des Grundwasserspiegels entgegengenwirkt werden.

Die Versickerungsfähigkeit wird durch den Abflussbeiwert bemessen. Zu Ihrer Orientierung haben wir verschiedenen Belag, darunter auch wasserdurchlässige Ökopflastersteine, mit ihren jeweiligen Abflussbeiwerten eingetragen:

Belag bzw. PflasterAbflussbeiwert
Fugenloser Asphalt0,90
Normalpflaster mit schmalen Fugen0,75
Normalpflaster mit breiten Fugen0,50
Rasenfugenstein0,30
Kies, Schotter0,30
wasserdurchlässiges Pflaster / Ökopflaster0.25
Ratengittersteine0,15

Verwenden Sie wasserundurchlässige Pflastersteine, müssen Sie sich im Klaren sein, dass eine Versickerung nur über die Fugen erfolgen kann. Dabei gilt, dass sich der Versickerungsgrad mit aufsteigender Fugenbreite / Fugenanteil vergrößert. Je mehr Fugen, desto besser für die Versickerung.

Jedoch sollten Sie beachten, dass die Fugenbreite maßgeblich von der Dicke des Pflastersteins abhängt. Je breiter die Fuge sein soll, desto dicker muss auch der Pflasterstein beschaffen sein. DIN 18318 schreibt folgende Werte vor:

Steindicke < 12 cm: Fugenbreite von 3 bis 5 mm

Steindicke > 12 cm: Fugenbreite 5 bis 8 mm

Entscheiden Sie sich für breite Fugen, ist es notwendig, Abstandshalter zu verwenden.

 

TIPP: Zum ergonomischen Heben von Pflastersteinen, Fliesen, Terrassen- und Gehwegplatten, Treppenstufen, Einfahrten usw. eignet sich ein sogenannter Plattenheber. Er erleichtert Ihnen das Verlegen ungemein und sorgt für ein schnelleres Verlegen.

Ökopflaster verlegen

Beim Verlegen ist es wichtig, einen Fugenabstand von 3-5mm einzuhalten. Einige Pflastersteine verfügen zudem über eine offen-grobporige Struktur, das mit Wasser durchdrungen werden kann. Üblicherweise werden Pflastersteine mit Zement oder Split verfugt. Dies führt jedoch zu einer Versiegelung und Wasserundurchlässigkeit der Fläche. Möchten Sie jedoch wasserdurchlässig verfugen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Verfugen mit Fugensand
  • Verfugen mit einer mineralischen Körnung
  • Verfugen mit einer speziellen Fugenmasse, die für Ökopflaster entwickelt wurde und Kunstharz enthält

Verfugen mit Fugensand oder mineralischer Körnung

Diese Art des Verfugens geht am einfachsten vonstatten. Das Verfugen geschieht über das Einkehren des Sands oder der Körnung. Das Niederschlagswasser kann einfach durch den Sand/die Körnung versickern.

Diese Art des Verfugens hat jedoch bauliche Nachteile für Sie. Einerseits kann sich Unkraut ungehindert in den Fugen ausbreiten. Andererseits wirkt weder Sand noch eine mineralische Körnung stabilisierend und festigend auf die Pflastersteine. Zwar können Sie den Sand bis einem gewissen Grad mit einer Rüttelplatte festigen, jedoch kann auch hierdurch keine langfristige Stabilität von Ökopflaster gewährleistet werden.

Bei Split sollten Sie darauf achten, dass das Split nicht zu feinkörnig ist (abschlämmbaren Anteil kleinhalten). Denn einerseits soll es sich leicht einkehren lassen, andererseits auch dauerhaft in den Fugen bleiben.

Fugenmörtel speziell für Ökopflaster

Die eindeutig beste und langfristig stabilste Möglichkeit ist es hingegen, mit einem Fugenmörtel zu verfugen, der speziell für Ökopflaster entwickelt wurde. Dieser Fugenmörtel hat die Eigenschaft, Ihr Ökopflaster auf der einen Seite ausreichend zu stabilisieren, andererseits auch Unkraut von Ihrem neuen Pflaster zuverlässig fernzuhalten.

Der Fugenmörtel ist besonders für breite Fugen bis 5 cm und für Flächen mit überwiegender Fußgängerbelastung geeignet. Da es bei breiten Fugen häufig zu Querrissen kommt, ist dieser Fugenmörtel darauf ausgelegt, dies zu vermeiden.

Der Fugenmörtel gewährleistet zwar auf der einen Seite ein langsames Versickern des Regenwassers. Bedenken Sie jedoch, dass bei Starkregenereignissen große Mengen Wasser aufgenommen werden müssen. In diesen Fällen hilft Ihnen weder das Ökopflaster noch der spezielle Fugenmörtel. Das Wasser würde schlicht und einfach nicht aufgenommen werden. Trotzdem kann dieser Mörtel ein Kompromiss zwischen Wasserdurchlässigkeit und Stabilität darstellen. Alternativ können Sie sich auch für Dränbeton entscheiden, der häufig im Straßen und Wegebau zum Einsatz kommt. Aufgrund seiner grobkörnigen Struktur ist er selbst wasserdurchlässig und gleichzeitig stabil. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr der Verstopfung der Poren. Außerdem sind sie nicht so stabil wie gewöhnliche Betonsteine. Mit einem PKW können sie z. B. noch befahren werden, wohingegen ein Transporter bereits Schäden verursachen kann. Die Entscheidung hängt jedes stets vom Einzelfall und den persönlichen Wünschen und Bedarfen ab.

Der Fugenmörtel wird mit einem Fugeneisen oder einer Mörtelspritze in die Fugen angebracht, sodass die Fugen vollständig dicht gefüllt sind. An der Oberfläche des Pflasters dürfen nur wenige Mengen angebracht werden, da dies die spätere Reinigung erschweren würde. Es empfiehlt sich, die Aushärtung mit der Daumenprobe zu prüfen und nach dem Antrocknen des Fugenmörtels die Fläche innerhalb von 1-2 Stunden mehrmals mit einem nassen, sauberen Schwamm zu reinigen.

Untergrund prüfen

Beachten Sie, dass die Verwendung von wasserdurchlässigen Pflastersteinen oder etwa großen Fugen für sich genommen nicht sinnvoll sind, wenn der darunterliegende Boden undurchlässig ist. Um ein zuverlässiges Versickern zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den darunterliegenden Boden ggf. abzutragen, zu verdichten und eine Frostschutzschicht aufzufüllen. Auch hier sollten Sie auf eine relativ große Korngröße zurückgreifen und dasselbe Kies ggf. auch für die Verfugung verwenden.

Örtliche Gegebenheiten prüfen

Nicht an jeder Stelle bietet sich ein Ökopflaster an. Denken Sie doch einmal an eine starkbefahrene Verkehrsstraße, die sich in direkter Angrenzung zu Ihrer Pflasterfläche befindet. An dieser Stelle nimmt das Regenwasser Schadstoffe in großen Mengen auf und es wäre sogar umweltschädlich, dieses ins Erdreich versickern zu lassen. Hierbei sollte nicht versickert werden, sondern abgeleitet und das Regenwasser gefiltert werden.

Ökopflaster eignen sich zudem nur für nicht stark genutzte, befahrene Flächen. So beispielsweise für Fußwege, Gartenwege, Terrassen, Radwege, für Hofeinfahrten, für PKW-Parkplätze. Sie eignen sich hingegen nicht für stark befahrene Straßen.

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