Der große Schimmelratgeber

Was hilft gegen Schimmel?

Herzlich Willkommen! Folgen Sie mir und lernen Sie die Tipps und Tricks zur effektiven und nachhaltigen Schimmelbekämpfung kennen. Schützen Sie sich und Ihre Familie vor den gesundheitlichen Folgen eines Schimmelbefalls in Ihrem Zuhause, bekämpfen Sie Schimmel mit Köpfchen.

Wie entsteht Rückstau?

Rückstau Schimmel
Ein typisches Rückstau Szenario

Inhaltsverzeichnis

Bei Hochwasser bzw. Starkregenereignissen auftretender Rückstau stellt eine große Schimmelgefahr dar. Schließlich gelangt Feuchtigkeit ungehindert an Ihren Hausrat und in die Bausubstanz. Doch Rückstau Szenarien sind durch die richtigen Schutzmaßnahmen vermeidbar.  Lesen Sie mehr.

Die meisten Menschen denken, dass es nur bei extremen Starkregen, Jahrhunderthochwassern, Flutwellen zu einem Rückstau kommen kann und das Risiko deswegen vernachlässigbar ist. Doch in den letzten Jahren ist es – auch infolge des Klimawandels – in Deutschland immer häufiger zu Starkregenereignissen gekommen. Darüber hinaus kann es auch durch Verstopfungen im Kanal jederzeit zu einem Rückstau kommen. Bei Starkregen kommen Kanalisationen (von Region zu Region in Deutschland unterschiedlich schnell) an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die öffentliche Kanalisation ist nach DIN EN 12056-4  lediglich für mäßige Regenereignisse ausgelegt worden, nicht für Starkregen. Tritt nun ein Starkregen auf, kann es zu einer Überlastung der Kanalisation führen und das rückgestaute Wasser in die Kanalschächte bis zur Rückstauebene steigen. Gleichzeitig wird das rückstauende Abwasser zurück in die Grundstücksentwässerungsanalage der umliegenden Häuser gedrückt. Ohne eine wirksame Sicherung vor Rückstau kann das Wasser über jeden im Haus verfügbaren und sich unterhalb der Rückstauebene befindlichen Ablauf austreten (wie Abläufe von Waschmaschinen, Bodenabläufe, Waschbecken, Duschen, WCs, Kellerlichtschächte, die an die Kanalisation angeschlossen sind). Man geht davon aus, dass diese Starkregenereignisse zukünfitg noch häufiger auftreten werden (Quelle: Aco-Hochbau).

Wie so etwas dann im Haus aussehen kann, sehen Sie im folgenden Video:

Hohe Schäden durch Rückstau

Eine Lösung ist eine Grundstücksentwässerungsanlage und ein Rückstauschutz für jeden Entwässerungsgegenstand unterhalb der Entwässerungsebene. Die Wahl des Schutzes hängt von der Art der Nutzung der Räumlichkeiten ab. Viele Keller werden z. B. als Abstellraum, zusätzlicher Wohnräum mit Sanitäranlage genutzt. Für solche Räume unterhalb der Rückstauebene ist nur ein Rückstauschutz durch eine automatisch arbeitende Abwasserhebeanlage möglich. Abwasserhebeanlagen sind automatisch arbeitende Pumpen, die das anfallende Wasser über eine Rückstauschleife über die Rückstauebene befördern. Diese Schleife ist der eigentliche Rückstauschutz. Dadurch kann das Abwasser aus dem Kanal nicht zurück in das Haus gelangen. Diese Anlagen bieten Ihnen den größtmöglichen Schutz. Außerdem können die angeschlossenen Geräte auch im Rückstaufall weiterhin genutzt werden. Für Räume mit untergeordneter Nutzung können auch einfachere Anlagen zur Rückstausicherung angewendet werden. z. B. Rückstauverschlüsse. Dieser besteht aus einem Rohrstück mit zwei Verschlussklappen. Im Falle eines Rückstaus schließen sie sich automatisch. Die angeschlossenen Geräten können jedoch im Fall eines Rückstaus nicht genutzt werden. Für Anlagen, über die Fäkalien abgeleitet werden, dürfen nur elektrisch betriebene Rückstauautomaten betrieben werden. Es gibt verschiedene Ausführungen von Rückstauverschlüssen. So gibt es passende Produkte für Kellerabläufe, Siphonverschlüsse für Duschen und Waschbecken. Bei seltener Nutzung kann sich auch eine vollständige Abdichtung als günstige Möglichkeit anbieten.

Rückstau - der Stöpseleffekt

Von einem Stöpseleffekt ist die Rede, wenn das Wasser in einem überfluteten Keller schlagartig wieder abfließt. Das Wasser fließt aus dem überfluteten Raum nicht langsam, gleichmäßig, sondern ruckartig ab. Grund dafür ist das spezifische Volumen des Wasserrohrs bzw. des Kanals/Schachts. Diese Schächte gibt es ca. alle 50 Meter. Ein Schacht erstreckt sich dabei von der Rohroberkante bis zur Straßenoberfläche und wird vor allem für Wartungsarbeiten genutzt. Auch bei Starkregen dauert es eine gewisse Zeit, bis sich dieser Schacht vollständig mit Wasser gefüllt hat. Wenn der Schacht einmal gefüllt ist, steigt das Wasser in den relativ kleineren Schächten jedoch schneller an. Läuft nun das Abwasser nach einem Regenereignis wieder ab, fällt der Wasserspiegel in den Schächten schlagartig. Genau dasselbe passiert auch in Ihren überfluteten Kellerräumen: Man hat den Eindruck, als würde jemand den Stöpsel ziehen, das Wasser fließt abrupt wieder ab.

Schutz vor Oberflächenwasser

Hochwasserschutz beginnt bereits in der Planungsphase eines Neubaus. In dieser Phase sollte geklärt werden, welche Schutzmaßnahmen im konkreten Fall sinnvoll sind. Dafür entscheidend ist beispielsweise, ob sich Ihr Grundstück in einer hochwassergefährdeten Lage befindet.

Ihre örtlich zuständigen Landesämter halten Hochwassergefährdungskarten für Sie bereit, aus denen Sie wichtige Informationen zu Überschwemmungsgefährdungen entnehmen können. Das Bayerische Landesamt für Umwelt etwa bietet eine digitale Karte an: https://www.lfu.bayern.de/wasser/hw_ue_gebiete/informationsdienst/index.htm

Empfehlenswert ist außerdem, bei Ihrer Gemeinde anzufragen, welche konkreten Schutzmaßnahmen vor Überschwemmung bereits bestehen bzw. angedacht sind. Hier erfahren Sie, welche Hochwasserschutzsysteme bestehen, sollten Sie in einem gefährdeten Gebiet wohnen. Diese Informationen können dann in die Planung Ihres Neubaus einfließen.

Empfehlenswert ist außerdem, bei Ihrer Gemeinde anzufragen, welche konkreten Schutzmaßnahmen vor Überschwemmung bereits bestehen bzw. angedacht sind. Hier erfahren Sie, welche Hochwasserschutzsysteme bestehen, sollten Sie in einem gefährdeten Gebiet wohnen. Diese Informationen können dann in die Planung Ihres Neubaus einfließen.

Erhaltung versickerungsfähiger Flächen

Täglich werden in Deutschland etwa 69 ha landwirtschaftliche oder natürlich geprägte Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Bei etwa 46% dieser Flächen erfolgt sogar eine Versiegelung des Bodens (Quelle: Umweltbundesamt). Versiegelung bedeutet, dass die Niederschläge, die auf diese Flächen niedergehen, nicht versickern können. Stattdessen gelangen sie in die Kanalisation und werden in Flüsse geleitet. Daraus folgt, dass Kanalisationen leichter an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und bei Starkregenereignissen die Hochwassergefahr steigt. Ein weiterer negativer Effekt ist das Absinken des Grundwasserspiegels.

Deswegen gilt: Je weniger Flächen betoniert bzw. asphaltiert werden, je weniger Fläche versiegelt ist, desto eher kann Wasser in den Boden versickern. Damit leisten Sie aktiv einen Beitrag zum ökologischen Bauen, zudem verringern Sie die Hochwassergefahr und schützen letztlich auch Ihre eigene Immobilie.

Wasserdurchlässig pflastern als Präventivmaßnahme gegen Hochwasser

Ein effektiver Schutz vor Oberflächenwasser beginnt bei der Wahl des richtigen Pflasters. Dabei gibt es ökologische Alternativen zu gewöhnlichen Pflastern oder gar Asphalt.

Lernen Sie, wie Sie mit dem richtigen Pflaster für einen hohen Versickerungsgrad auf Ihrem Grundstück sorgen können. Damit leisten Sie nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und Grundwasserspiegelschutz, sondern beugen außerdem Überschwemmungen und Hochwasser vor!

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