Der große Schimmelratgeber

Was hilft gegen Schimmel?

Herzlich Willkommen! Folgen Sie mir und lernen Sie die Tipps und Tricks zur effektiven und nachhaltigen Schimmelbekämpfung kennen. Schützen Sie sich und Ihre Familie vor den gesundheitlichen Folgen eines Schimmelbefalls in Ihrem Zuhause, bekämpfen Sie Schimmel mit Köpfchen.

Inhaltsverzeichnis

Lüften ist wichtig gegen Schimmel

"Lüften - das kann doch jeder!".

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Lüften ist eigentlich simpel: Alte Luft raus, frische Luft rein. Doch wie lüftet man am effektivsten? Wie sieht es mit den einzelnen Jahreszeiten aus? Und welche Rolle spielt Feuchtigkeit in Folge falschen Lüftens bei der Schimmelbildung? Erfahren Sie jetzt mehr.

Feuchtigkeit gilt als Voraussetzung für die Bildung von Schimmel. Schimmelpilze sind auf Feuchtigkeit angewiesen, um zu wachsen. Deswegen ist es entscheidend, 1. Feuchtigkeit in Wohnräumen zu messen/zu kontrollieren und 2. in jedem Fall Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Falsches bzw. unzureichendes Lüften gehört mit zu den Hauptursachen für Schimmel. Richtiges Lüften kann somit als Präventionsmaßnahme für ein gesundes Raumklima einerseits, als Vorbeugung von Schimmel andererseits verstanden werden. Dafür ist es wichtig, dass die im Laufe des Tages entstandene Feuchtigkeit nach außen gelangt.

Denn was viele Menschen unterschätzen, alleine durch unsere Atmung tragen wir wesentlich zur Luftfeuchtigkeit in unseren Räumlichkeiten bei. Demnach werden alleine bei einem Dreipersonenhaushalt pro Tage ca. sechs bis vierzehn Kilogramm Wasser in die Luft abgegeben. Doch vor allem Wäschetrocknen in der Wohnung, Duschen und Baden und Kochen setzen beachtliche Mengen Feuchtigkeit frei, die ein regelmäßiges Lüften erfordern.

Doch was heißt eigentlich “richtig lüften”? Wir verstehen darunter, je nach Benutzungsart und Anzahl der Personen eines Haushalts, Wohnräume alle paar Stunden für mindestens drei bis fünf Minuten zu lüften. Dabei sollten Sie möglichst querlüften oder stoßlüften. Beim Stoßlüften öffnen Sie Ihre Fenster komplett. Das Querlüften bezeichnet das Öffnen von Fenstern und gegenüberliegenden Türen/Fenstern. Das Querlüften ist dabei besonders effektiv. Untenstehende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung über die richtige Lüftungsdauer:

LüftungsartUngefähre Dauer der Lüftung, um einen Luftwechsel zu erzielen
Fenster und gegenüberliegende Tür/Fenster ganz offen = „Querlüften"1 bis 5 Minuten
Fenster komplett offen = „Stoßlüften"5 bis 10 Minuten
Fenster halb offen10 bis 15 Minuten
Fenster gekippt und gegenüberliegende Tür komplett offen = „Querlüften"15 bis 30 Minuten
Fenster gekippt30 bis 60 Minuten

Doch dies ist erst “die halbe Miete”. Denn wie Sie lüften müssen, hängt vor allem von der jeweiligen Jahreszeit bzw. dem Temperaturunterschied zwischen innen und außen ab. Grundsätzlich gilt: Je größer der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur, desto schneller geht das Lüften.

Eine Frage der Jahreszeit

In Gesprächen bekommen wir häufig zu hören, dass sich Mieter und auch Hausbesitzer auf Ihr Gefühl verlassen, wann Wohnräume ausreichend gelüftet sind oder wann mal wieder gelüftet werden müssen. Doch es ist nicht notwendig, sich auf das Gefühl zu verlassen. Einfacher ist es, sich grob nach den Jahreszeiten zu richten. Das bedeuet:

  • Dezember, Januar, Februar: ca. 5 Minuten
  • März und November: ca. 10 Minuten
  • April und September: ca. 15 Minuten
  • Mai und Oktober: ca. 20 Minuten
  • Juni, Juli, August: ca. 25 Minuten

Wie Sie sehen, muss im Sommer fünfmal so lange gelüftet werden wie im Winter. Denn im Winter würde durch ein übermäßiges Lüften kostbare Heizenergie verschwendet werden, Fenster und Mauerwerk auskühlen und wiederum Schimmelbildung begünstigt werden.

Mindestens dreimal täglich

Lüften ist wichtig gegen Schimmel

Natürlich ist es stets von der Bausubstanz (z. B. Dämmung), der Personenanzahl und der Nutzungsweise der Wohnräume abhängig, wie oft tatsächlich gelüftet werden muss. Grundsätzlich gilt, dass mindestens dreimal pro Tag nach obigen Richtwerten gelüftet werden muss. Auch Räume, in den starke Feuchtigkeit entsteht (z. B. Bäder) müssen öfter gelüftet werden als beispielsweise ein Kinderzimmer. Nach dem Kochen sollte auch intensiv gelüftet werden. Selbst wenn Sie tagsüber Ihre Wohnräume nicht nutzen, ist es trotzdem notwendig, sie mehrmals zu lüften. Bedenken Sie, dass auch Zimmerpflanzen zur Luftfeuchtigkeit beitragen.

Besonders aber bei Neubauten mit einer starken Dämmung und sehr dichten Fenstern ist es essenziell, mehrmals täglich zu lüften. In diesen dichten Häusern kann – im Gegensatz zu Altbauten – kein “natürlicher” Luftaustausch durch kleinere Undichtigkeiten stattfinden. Hierbei hängt es stark von Ihrem Verhalten ab, ob etwaige Schimmelschäden durch eine dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit entstehen können.

Wenn Sie vermuten, dass die Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen (oder einzelnen Räumen) zu hoch sein könnte, haben Sie die Möglichkeit, diese mit einem Hygrometer zu messen. Unser Lüftungsprotokoll, das Ihnen zum kostenlosen Download zur Verfügung steht, kann Ihnen bei der Dokumentation helfen.

Fazit: Seien Sie clever

Ganz gleich, ob Sie Mieter, Vermieter, Bewohner des Eigenheims sind: Seien Sie clever und achten Sie auf ein gesundes Raumklima. Bedenken Sie, dass falsches Lüften eine sehr häufige Ursache von Schimmel ist. Diesen etwaigen Schimmelschäden können Sie leicht durch Ihr Verhalten vermeiden. Sorgen Sie also durch Ihr Verhalten zur Erhaltung Ihrer Substanz bzw. beugen Sie mietrechtlichen Streitigkeiten mit Ihrem Vermieter und ggf. hohen Kosten zur Entfernung des Schimmels bzw. Sanierungskosten vor.

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